Wer bin ich?

Wer in einer neuen Sprache ein Gespräch beginnen möchte, braucht dafür Wörter und Redewendungen. Logisch.

In den Büchern stehen viele davon. Sie sind für Herrn 0/8/15 bestimmt. Aber niemand heißt wirklich so. Man kann haufenweise Redewendungen auswendig lernen, die man nie braucht, und die, die man braucht, stehen nirgendwo.

Deshalb kann es auch gut sein, dass auch jeder Flüchtling unterschiedliche Redewendungen benötigt.

Wir hatten das schon:

„Ich komme aus Aleppo in Syrien“ klingt anders als „Ich komme aus Kunduz in Afghanistan.“

Wie macht man das?

Jeder Teilnehmer soll sich 5 Dinge ausdenken, die ihn am besten beschreiben,

z.B. Nationalität, Beruf, Hobbies, Familienmitglieder, Religion, Online-Status, Wünsche, möglicherweise auch Behinderungen oder Krankheiten.

Wir helfen ihm, genau diese Dinge auf Deutsch auszudrücken. Wenn man Englisch als Brückensprache hat, geht das schnell. Ansonsten muss man es zur nächsten Stunde „organisieren“.

Aber die Mühe lohnt sich. Jemand kommt viel leichter ins Sprechen, wenn er das ausdrücken kann, was er ausdrücken möchte.

Auch, wenn man das im Rollenspiel übt, wirkt das echter als wenn jeder das Gleiche sagt.

Wenn irgend möglich, sollte man die Sätze für jede Person aufnehmen.

Anmerkung:

Wer eine Gruppe hat, die das schön findet, kann viele Deutschstunden damit verbringen, diejenigen Gespräche einzuüben, die die Teilnehmer wirklich führen möchten.

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