Unterrichtsentwurf, Mo. 15.2.2016 – Die Uhr

Wir bilden drei Kleingruppen: Hagen und Christian, Christopher und ?, Uwe

Plenum:
(17.00 – ca.17.10 Uhr)

Thema: Die Zeit und die Uhr

Ich schlage folgendes Rollenspiel vor: Ich bin auf dem Weg zum Bahnhof und treffe einen/eine von euch. Es ergibt sich folgendes Gespräch:

Guten Tag, Uwe. Wie geht es dir?
Uwe: Mir geht es gut. Und wie geht es Dir?
Mir geht es auch gut. Wohin gehst du?
Uwe: Ich gehe zum Bahnhof?
Gehst du zum S-Bahnhof oder zum Zug?
Uwe: Ich gehe zum Zug. Ich fahre nach Luckenwalde zum Ausländeramt?
Wann fährt dein Zug?
Uwe: Mein Zug fährt um 5 Minuten vor 12.
Dann hast du ja noch viel Zeit. Jetzt ist es erst Halbzwölf.
Uwe: Nein, leider habe ich nicht viel Zeit, weil ich vorher noch ein Ticket am Fahrscheinautomaten kaufen muss.
Ok, dann beeile dich. Tschüss und auf Wiedersehen!

Während des Gesprächs zeige ich auf die genannten Uhrzeiten der Uhr, die am Flipchart hängt. Die Uhr bringe ich mit.

Kleingruppenarbeit:

Das neue Thema: Die Zeit und die Uhr (ca. 20 min.)
vgl. Thannhauser S. 11
Bevor wir uns dem Thema „Uhr“ zuwenden, sollten wir das Thema „Zeit“ behandeln, weil die Uhr nichts anderes macht, als die Zeit anzuzeigen. Dafür gibt es ja schließlich auch den Stundenzeiger und den Minutenzeiger. Manche Uhren haben sogar einen Sekundenzeiger.
Für das Thema „Zeit“ habe ich eine „Folie“ vorbereitet, mit der die Lehrer(innen) die wichtigsten Zeiteinteilungen von 1 Tag = 24 Stunden bis 1 Minute = 60 Sekunden erläutern können. Das werden die Schüler(innen) schnell begreifen, weil ihnen die Einteilung geläufig ist. Sie müssen nur die deutschen Begriffe lernen.
Für das Thema „Uhr“ habe ich auch eine „Folie“ vorbereitet. Wichtig sind darauf nur die Stundeneinteilungen „Viertelstunde“ und „halbe Stunde“. „Viertelstunde“ und „halbe Stunde“ zeige ich den Schüler(innen) auch anhand einer „Uhr“, die ich gebastelt habe. Diese Uhr hat bewegliche Minuten- und Stundenzeiger. Ich erkläre, was „Viertel vor“ und „Viertel nach“ bedeutet und stelle die Uhr entsprechend ein. Da wir häufig auch „5 vor/nach“ oder „20 vor/nach“ sagen, füge ich das gleich an. Die regionaltypische Zeitangabe „Dreiviertel“ werde ich nicht benutzen, weil sie nicht „logisch“ ist und deshalb verwirrt.
Mit der Uhr lassen sich jetzt jede Menge Übungen machen.

  • Ich stelle die Uhr ein und frage: „Wie spät ist es? Die Schüler(innen) müssen immer zwei Zeiten nennen. Weil ich mit der „Zeit-Folie“ darauf aufmerksam gemacht habe, dass der Tag 24 Stunden hat, müsste das klar sein.
  • Ich sage eine Uhrzeit an. Das mache ich sowohl umgangssprachlich (z.B. 5 vor 12) als auch korrekt hochdeutsch (11 Uhr 55 bzw. 23 Uhr 55). Die Schüler(innen) müssen die Uhr stellen.

Ich bringe für jede Kleingruppe folgendes zum Thema Zeit und Uhr mit:
1 Folie „Zeit“, 1 Folie „Uhr“, 2 Uhren mit beweglichen Zeigern. Marianne hat ebenfalls noch Uhren gebastelt, so dass wir reichlich Übungsmaterialien haben werden.

Wiederholungen:

  • Küche ( 5 min.)
    Wir machen einen Schnelldurchgang durch die Küche. Ich gehe mit meiner Gruppe unmittelbar nach dem Plenum als Erster in die Küche. Es wird nichts mehr vorgestellt sondern nur noch gezeigt und im Stakkato abgefragt: „Was ist das, und das, und das?“ Wer beim letzten Mal fehlte, weiß danach auch, was er versäumt hat.
  • Dialog üben: Sich kennenlernen ( 20 min.)
    Die Lehrer(innen) sprechen den Dialog einmal vor. Danach wiederholen die Schüler(innen) den Dialog intensiv in Zweiergruppen, die die Lehrer(innen) zuvor bestimmt haben. Diese Zweierteams bestehen aus jeweils einem(r) guten und einem(r) weniger guten Schüler(in). Diese Aufgabe ist beim ersten Mal unterschiedlich bewältigt worden. Das Leistungsgefälle in meiner Kleingruppe war immens: Drei Schülerinnen und ein Schüler sprachen den Dialog am Schluss fast fehlerfrei! Drei weitere konnten zumindest mit viel Unterstützung kommunizieren. Die übrigen verstanden trotz aller Hilfen offenkundig nichts – und waren wohl entsprechend frustriert. Plötzlich wurde allen das Leistungsgefälle bewusst. Mit dem Üben in Zweiergruppen hoffe ich, die Schwächeren motivieren zu können, weiterzumachen und sich mehr noch als bisher anzustrengen. Den Starken will ich vermitteln, dass sie den Schwachen helfen müssen. Den Dialog zu vermeiden, ist keine Lösung, weil die Dialogfähigkeit die Mindestanforderung beim Einstufungstest ist (Sprachprüfung nach europäischem Standard). Ich werde den Dialog für alle Schüler(innen) ausdrucken, damit sich die Schwachen daran „festhalten“ können, denn sie scheinen zu glauben, dass sie schwächer sind, weil sie den Schrifttext nicht vor sich liegen hatten…

F: Guten Tag, Wie heißt du?              A: Ich heiße ….
F: Wie geht es dir?                              A: Mir geht es gut/schlecht.
F: Woher kommst du?                        A: Ich komme aus …..
F: Wo wohnst du?                               A: Ich wohne in …..
F: Wie alt bist du?                               A: Ich bin …. Jahre alt.
F: Was magst du gern?                      A: Ich mag gern / ich liebe ….
F: Was magst du nicht?                     A: Ich mag nicht / kein ….
F: Was isst du am liebsten?             A: Ich esse gern ….
F: Was kannst du gut?                       A: Ich kann gut / sehr gut ….
F: Was kannst du nicht so gut?        A: Ich kann nicht …..
F: Welche Sprache(n) sprichst du? A: Ich spreche fließend/sehr gut/gut/ ein bisschen …
F: Was ist dein Beruf?                        A: Ich bin…/ Ich habe als …. gearbeitet
F: Welche Hobbys hast du?              A: Ich …

  • Recording neuer Begriffe (ca. 5 min.)

Uwe

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2 Antworten zu Unterrichtsentwurf, Mo. 15.2.2016 – Die Uhr

  1. Marianne sagt:

    Die Russen waren verwundert, dass bei „halb 10“ die halbe Stunde vor 10 gemeint ist, und nicht, wie z.B. auch im Englischen, die halbe Stunde nach 10. (half ten = half past ten)
    Wenn viele von denen Uhren haben, sollte man genau das üben: Zeige halb 10, u.s.w. Bei viertel nach und viertel vor ist das eindeutiger.

  2. Pingback: Gruppe 4, Montag, 13. Juni 2016 – Die Uhr | Arbeitsgemeinschaft Deutsch

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