Gruppe 1, Montag, 25.01.2016

Zahlen und Preise wiederholen. Es gibt jede Menge Spielgeld.

Ein paar Körperteile wiederholen, die man für das Dutzend braucht: Haare, Nase, Zähne, Hände, Füße ggf. Gesicht.

Durchgehen: Das ist meine Nase, deine Zähne u.s.w. Wenn man mag, kann man für die 3. Person Puppen nehmen.

Wo ist meine Nase? Wo sind deine Zähne, wo ist sein Gesicht, u.s.w. Wo sind unsere Nasen? Eure Zähne, u.s.w.

(Es geht auch anders: Da ich immer noch nicht alle Namen kann, lasse ich diese auf Zettel schreiben und werde ein paar dramatische Verwechslungen inszenieren) Mein Zettel, dein Zettel u.s.w.

Schnelles Dutzend: Kamm, Bürste, Seife, Handtuch, Schampoo, Zahnbürste, Zahnpasta Toiletten (Klo)-Papier, Taschentücher, Rasierer, Deodorant, Nagelschere (u.s.w.) (können auch weniger oder mehr sein)

Dazu gehören die passenden Tätigkeiten: kämmen, waschen, abtrocknen, putzen, rasieren, schneiden.

Das geht so: Ich gebe einem Schüler einen Gegenstand, er soll zeigen, was man damit macht, ich kommentiere:

Du schneidest mit der Nagelschere, du wäscht mit der Seife.

Nächste Stufe: Wir sagen, sie sollen darstellen:

Wir waschen mit der Seife

Wir putzen mit der Zahnbürste/mit dem Taschentuch u.s.w.

Voll-Version: Du putzt deine Zähne mit der Zahnbürste/du putzt deine Nase mit dem Taschentuch u.s.w.

Wir sagen, sie stellen dar. Wenn es gut klappt, kann man sich auch mal mit der Zahnbürste die Haare kämen oder anderen Unsinn anstellen.

Achtung: Ziel ist, diese Formen sicher wiederzukennen. Das werden alle schaffen. Unsere Schnell-Läufer werden selber reden wollen. Dabei werden sie munter die Artikel verwechseln. Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht dramatisch, weil sie die Bildung erst mal auf der Satzebene verstehen sollen. Nur, wenn viel Zeit und Wissensdurst besteht, könnt Ihr „mit der“/ „mit dem“ aktiv üben.

Die Seife –> mit der Seife/ Der Kamm –> mit dem Kamm

Aber einfach so verbessern wirkt frustrierend.

 

 

 

 

 

 

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Vorletzte Version:

Zahlen und Preise wiederholen

Wir haben jetzt unendlich viel Spielgeld!!!

Schnelles Dutzend: Was haltet ihr von Badezimmer-Artikeln? Kamm, kämmen, Bürste, Seife, Handtuch, abtrocknen, Zahnbürste, Zahnpasta, Waschbecken, Toilette, Dusche…

putzen und waschen kennen sie schon.

was gibt’s noch?

Mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr… Und natürlich mit Namen: Das ist Ahmeds Nase… Oder: Die Nase von Ahmed.

(Freitag hatten wir schon ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie)

Das ist doch ganz leicht: Wo ist meine Nase?, deine Nase, u.s.w.

 

Und es gibt so tolle Sätze: Du kämmst deine Haare, er putzt seine Zähne, u,s.w.

Was ich dazu so gefunden habe:

Wenn alle Körperteile einigermaßen sitzen, führen wir mein, dein und

sein, ihr ein. Der Pate sagt z.B.: mein Ohr, deine Nase, sein Bein, dein

Arm, meine Hand usw. Die HTs zeigen auf die entsprechenden

Körperteile. Für die dritte Person (sein / ihr) verwenden wir am besten

zwei Puppen. Der Pate zeigt auf die eine Puppe und sagt Junge, auf die

andere und sagt Mädchen. Dann zeigt er auf seine Nase, ihr Bein, ihr

Arm, sein Bauch. Die Übung kann dann erweitert werden auf Männer und

Frauen in der Lerngruppe.

Wenn in der Gruppe nicht beide Geschlechter vertreten sind, dann lassen

wir den Unterschied zwischen sein und ihr vorläufig noch weg.

Zwei Puppen – ein Junge und

ein Mädchen.

Übung 3:

Körperteile von

verschiedenen

Menschen (TPR)

Wo ist die Nase des Mannes? Wo sind die Beine des Babys? usw.

In dieser Übung kommt nun die Genitiv-Form zum ersten Mal vor. Genau

wie beim Akkusativ verlieren wir keine Worte darüber. Die HTs stellen

den Unterschied fest, oder auch nicht, und reagieren korrekt.

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4 Antworten zu Gruppe 1, Montag, 25.01.2016

  1. Uwe sagt:

    Hallo Marianne,
    in der Stunde am Montag sollten wir uns auf die Wiederholung der Zahlen und Preise konzentrieren. Das Wissen muss sich erstmal festigen. Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Es hat zwar am vorigen Montag gut geklappt, aber das heißt ja noch nicht, dass das Wissen jetzt bei allen sitzt. Und wir Lehrer/innen wollen doch alle, dass auch die Langsameren dem Stoff folgen können.

    An die Badezimmerartikel habe ich auch schon gedacht. Das sollten wir unbedingt machen, weil es Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind, ABER wir sollten uns zunächst mal auf die „Hygieneartikel“ beschränken. Da kommt schon genug zusammen. Jeder Lehrer bzw. Lehrerin könnte folgendes mitbringen: Zahnbürste, Zahnpasta, Kamm, Haarbürste, Seife, Haarshampoo, Haarspülung, Duschgel, Hautcreme, Deodorant, Taschentücher (Tempos), Nagelfeile, Nagelschere, Toilettenpapier, elektrischer Rasierapparat, Einmalrasierer, Rasierschaum. Nachdem wir diese Artikel eingeführt haben, stellen wir die dazugehörigen Verben vor (Mit der Zahnbürste putze ich meine Zähne, mit dem Kamm kämme ich meine Haare usw.). Wenn wir das für jeden Gegenstand durch haben, dürfte es fürs Erste genug sein. Wenn noch Zeit ist, könnten wir meine, deine, seine, ihre Nase noch dazu nehmen. Dann sollte aber Schluss sein. Die Fälle machen wir – schlage ich vor – später, aber dann ganz intensiv, weil die richtige Anwendung der Fälle einer der härtesten Brocken der deutschen Sprache ist. Man braucht sich ja nur mal in Brandenburg und Berlin umzuhören. Wer nutzt denn da noch den Genitiv und den Dativ richtig? Nicht mal Journalisten – was mich erschreckt! Von Flüchtlingen erwartet das erst recht niemand.
    Uwe

    • Marianne sagt:

      Hallo Uwe!
      Eigentlich habe ich es genauso gemeint, wie Du es verstanden hast. Ich merke, der Begriff „Fälle“ oder gar „Genitiv“ sorgt für Schrecken, das soll er gar nicht. Mein, dein u.s.w. kriegen sie mit Sicherheit gut hin. Und wenn die Cracks „Ahmeds Nase“ oder „die Nase von Ahmed“ noch hinkriegen, ist das ein Extra-Bonus. Ich meine nicht, dass sie irgendwas durchdeklinieren sollen. Wenn sie auf die richtige Nase zeigen können, zeigt das, dass sie erkennen, was gemeint ist. Und das ist das Ziel. Mehr geht immer, muss aber nicht sein.
      Also reicht das an Stoff? Dann formuliere ich das nur noch ein bisschen schöner.
      Wir haben am Freitag übrigens ich/du/er/sie/wir/ihr/sie richtig gut hingekriegt. „Du putzt deine Nase, er putzt seine Nase“ wird dann von allen verstanden. (und mit dem Taschentuch ist super-edel)
      Wir können das auch erst mal vormachen. So ähnlich haben wir es Freitag auch gemacht: Ich gebe einem ein Taschentuch, und kommentiere „Du putzt deine Nase mit dem Taschentuch“. u.s.w.

      Ansonsten, wenn wir nur die Hälfte schaffen, ist es auch gut, dann machen wir nächste Woche da weiter.

  2. Uwe sagt:

    Hallo Marianne,
    ok. Ich hab’s jetzt verstanden und bin gespannt, ob es funktioniert. Die Hygieneartikel bringe ich mit. Puppen habe ich allerdings nicht. Dann werde ich die Possessivpronomen („sein Bauch“, „ihr Arm“) an lebenden „Subjekten“ vorstellen.

    Was hälst du davon, die Personalpronomen ( ich / du /er / sie /es / wir / ihr / sie) am Montag im Plenum zu behandeln? Oder ist das nicht mehr notwendig, weil die Personalpronomen schon am Freitag vorgestellt wurden?

    Ich habe da noch einen Vorschlag für eine „gymnastische Lockerungsübung“, die wir demnächst mal in einem Plenum machen könnten: Figuren stellen. Dabei könnten wir spielerisch Richtungen einführen (vorne, hinten, oben, unten). Wir müssten vorher nur die Stühle zur Seite räumen und stapeln. Das geht aber schnell – wenn die Jungs wieder alle da sind. Sicherlich werden unsere Schüler auch gern mal tatkräftig mit anfassen.

  3. Marianne sagt:

    Genau das mit dem Plenum (ich/du/wir/ihr) haben wir Freitag gemacht.
    Das mit der Gymnastik musst Du mir mal zeigen. Muss doch alles schicklich sein…;-)

    Oder meinst Du die alte Kamelle: Von vorne nach hinten, von rechts nach links?

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