Gruppe 4, Dienstag, den 5. Juli 2016

Material: Bitte einen Kalender mitbringen. Wer ein paar Wetterbilder (auch meist aus einem Kalender) hat, sollte sie mitbringen.

Zeitangaben sind für diejenigen, die immer zeitlos gelebt haben, eine ziemlich frustrierende Angelegenheit. Eigentliches Lernziel ist, dass sich unsere Schüler sicher in deutschen Zeitangaben orientieren können, aber bei einigen werden wir das nicht erreichen. Deshalb müsst Ihr ggf. Eure Erwartungen runterschrauben. Wenn Eure Gruppe 2-geteilt ist, könnt Ihr auch überlegen, spontan zu teilen. Die Schwächeren rattern Wochen- und Monatsnamen runter und bekommen nur ganz leichte Verknüpfungen, während man bei den Stärkeren durchs Jahr springen kann.

Plenum:

Wir gratulieren zum Ramadan-Fest. In Deutschland sagt man „Herzlichen Glückwunsch“.

Heute ist Dienstag, der 5. Juli 2016. Es ist halb sieben: Zeit für Deutschunterricht.
Der nächste Deutschunterricht ist am Montag, dem 11. Juli 2016 um halb sieben.
Lesen und Schreiben ist am Freitag, dem 8. Juli 2016 um halb 3.
Achtung: Am Montag, dem 18. Juli ist eine Party um 17 Uhr hier.

Könnt Ihr bitte Essen mitbringen?

  1. Mitarbeiterrollenspiel: 2 von Euch treffen sich und reden über das, was sie im Raum sehen. Sie benutzen dabei so viele von den gestrigen Adjektiven wie möglich: z.B. Guck mal, das Fenster ist groß. Das Fenster (das bunte) ist klein. Der Boden ist schmutzig, die Decke ist sauber. Das Kreuz ist hell, die Tür ist dunkel, u.s.w.
    Nach einer Weile kommen sie auf schwer/leicht. Z.B. Der Tisch ist schwer, der Stuhl ist leicht. (mehrere Beispiele). Dann zeigt einer das Schild mit dem „ö“. „Das Ö ist schwer.“ „Nein“, sagt der Andere, „Das Ö ist leicht“ (und zeigt, wie leicht er das Papier mit dem Ö anheben kann“.
    „Ja, das Blatt Papier ist leicht. Aber das „Ö“ ist schwer zu sprechen „ÖÖÖÖ“(lasst sie ruhig mitmachen). Das A ist leicht „AAAAA“. Das „ch“ ist schwer, das „sch“ ist leicht.Wenn sie verstanden haben, könnt Ihr Fragen stellen: Ist Lesen schwer? Ist Schreiben schwer? Ist Deutschlernen schwer? Ergebnis könnte sein „Es ist mal leicht, mal schwer“.

2. Wenn Ihr Lust habt, kann einer von Euch auf der Cajon mit den Fingern vormachen: Es tröpfelt, es regnet, es gießt, es pladdert, es donnert.

Gruppen:

Schnelles Dutzend: Wetterbilder aus dem Thannhauser S. 26

Die Übersetzungen hauen mich nicht vom Hocker. Ich schlage Folgendes vor:
Es ist kalt. Es ist warm. Es ist heiß. Es regnet („Der Regen“ sollte man auch nennen). Die Sonne scheint. Es ist windig. Es gibt ein Gewitter.
Extras für die, die mehr wollen: Der Mann schwitzt, der Mann friert, der Blitz (oder es blitzt), es ist glatt, der Nebel, der Sturm

Versteh-Übung:

Jetzt wird das Wetter mit dem Kalender verknüpft. Die Schüler müssen jeweils auf das richtige Wetterbild zeigen und die Zeit auf dem Kalender.

z.B. Am Dienstag regnet es. Im Juli ist es heiß. Im Januar schneit es. Im Juni gibt es viele Gewitter.

Wenn Ihr das aktuelle Wetter nehmt, benutzt schon mal die richtige Verbform, denn das Perfekt kommt bald: „Gestern hat es geregnet“. Nicht erklären, wie es gebildet wird, nur verstehen.

Dann die Jahreszeiten dazu nehmen: Im Winter ist es…

Wiederholung:

Kleidungsstücke den Zeiten zuordnen. Erst vormachen: Wann brauchst du einen Badeanzug? Ich brauche einen Badeanzug im Sommer. Ich brauche Handschuhe im Winter u.s.w. (das Wort immer schleicht sich dabei automatisch ein). Aber dann bitte auf die Ordnung der Worte achten: Ich brauche immer ein T-Shirt. Und auch „Ich brauche im Winter Handschuhe“ ist schöner…;-) Oder: Wann brauchst du Handschuhe? Ich brauche sie im Winter.

Gespräch: Wie ist das Wetter in Afghanistan/Pakistan/Tschetschenien? Lasst es Euch erklären. Wenn es ein bisschen falsch ist, ist das nicht so schlimm. Hauptsache, Ihr versteht, was sie Euch sagen wollen. Es geht einfach um die Erfahrung, sich auf Deutsch verständlich machen zu können, den Mut, sich zum Affen zu machen…;-)

Wenn sie dabei neue Worte wissen wollen, bringt sie ihnen bei. Gibt es in den entsprechenden Ländern überhaupt Frühling und Herbst, oder nur Sommer und Winter? Wenn doch, wie lange dauern die Jahreszeiten: Von wann bis wann?

Wetterbilder (falls vorhanden) beschreiben lassen. Wenn das noch nicht geht, erklären wir, und lassen dann, wie beim schnellen Dutzend auf das richtige Bild, bzw. den richtigen Teil zeigen.

Mit denen, die unbedingt Lesen und Schreiben möchten, kann man S.26 ausfüllen (bzw. dazu anleiten und den Rest als Hausaufgabe aufgeben. Da, wo es noch nicht passiert ist, könnt Ihr auch den Rest von S. 25 erklären.

Den Geburtstag sollten aber alle eintragen.

Mit den Leseschwachen kann man das meiste auch mündlich machen: Vorsprechen/Nachsprechen oder statt schriftlich mündlich „ausfüllen“.

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