Artikel und Akkusative üben

Das ist ein Dauerbrenner. Es gibt viele Ausländer, die seit vielen Jahren in Deutschland sind und da noch Fehler machen. Deshalb sollte man es immer mal wieder einbauen.

Man nimmt einfach die Gegenstände, die man sowieso auf dem Tisch zu liegen hat und teilt sie in 3 Gruppen nach Artikel der/die/das

Dann sucht man sich Verben, die zu diesen Dingen passen: Ich sehe/kaufe/habe geht fast immer, aber Verben, die zum Thema passen, sind besser.

Und dann geht es  los: „Die“ ist am leichtesten. Daraus folgt: „Ich sehe eine Tasse“

Bei Leuten, die erst mit dem Sprechen anfangen, kann man den Anfang des Satzes gerne vorgeben: „Ich sehe…“ und sie vollenden den Satz, gerne auch gemeinsam.

Und dann bildet man Sätze mit den Dingen von allen Gruppen. Alles, was zur gleichen Gruppe gehört, wird gleich gebildet.

Nächste Runde: Ein Adjektiv hinzufügen: Ich sehe eine volle Tasse (oder was auch immer)

Achtung: Quatschsätze dürfen nur dann genommen werden, wenn man auch darüber lacht. Wenn unsere Schüler sinnfreie Sätze bilden, ohne darüber zu lachen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie ihre „Verstehfähigkeit“ für die Dauer der Übung abgeschaltet haben, und „Endungen pur“ praktizieren. Im wirklichen Leben kommt so ein Vorgehen aber nicht vor. Und deshalb ist der Erfolg trotz erheblichem Aufwand oft nur mäßig.

Am besten sind Sätze, die die Wirklichkeit beschreiben, die gerade passiert. Wenn es z.B. Kekse gibt, ist der Satz „ich esse einen leckeren Keks“ ausgesprochen relevant und bleibt viel besser hängen als irgend eine Blabla-Übung. Wenn ich Schnupfen habe, gilt „ich putze meine Nase“, u.s.w.

 

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